Schokofair-AG

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Für uns mittlerweile ein Klassiker des Journalismus: Den ARD-Film “Schuften für Schokolade” (Erste Sendung im plus-minus-Magazin, 16.3.2010) griffen vor drei Jahren Schüler des Medienwahlpflichtunterrichts auf und starteten ein neues Buddy-Projekt `Kinder helfen Kindern`. Im ARD-Kurzfilm wird über die dunklen Seiten der Schokolade berichtet. Der Inhalt kann erschreckender kaum sein: Die Kakaobohnenernte für die Schokoladenindustrie Mitteleuropas kommt zu ca. 50 % aus der Elfenbeinküste. Der Filmbeitrag vom ARD-Redakteur Jochen Taßler zeigt, dass Kinderarbeit und sogar Kindersklaverei dort die Grundlage der Kakaobewirtschaftung ist. Die Süßwarenindustrie weiß schon lange um die Kinder, die trotz Verbot der Kinderrechtskonvention der UNO nie zur Schule gehen können und schon ab 7 oder 8 Jahren auf den Plantagen mitarbeiten müssen. (siehe auch Link zu den Kinderrechten).

Nur wenn auf der Schokoladenpackung ein “Fairtrade” Siegel ist, kann man sicher sein, dass keine Kinderarbeit in der Schokolade steckt. (Siehe auch Link zu den Fairtrade-Grundsätzen).

Gerade mal bei 1% des Schokoladenangebots soll dies der Fall! Auf der Verpackung findet ihr dann dieses Fairtrade-Siegel:

fairtrade

Torben Erbrath vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie tut so, als ob man da nicht mehr machen könne. 2001 hatten sich die Süßwarenhersteller selbst verpflichtet, gegen “die schlimmsten Formen der Kinderarbeit” (warum eigentlich nicht generell gegen alle Formen der Kinderarbeit ??) vorzugehen und bis 2005 versprachen sie, auf den Verpackungen der Schokoladen einen Vermerk dazu zu drucken. Nicht viel ist seitdem passiert, vielleicht ein paar Vorzeigeprojekte, aber für die meisten Kinder hat sich nichts geändert.

Unser Schokofair-Projekt ist mittlerweile im 7.Jahr:

Es begann in einer Medienwahlpflichtgruppe des 8.Jahrgangs im Schuljahr 2009/10, wurde dann von der Schülervertretung (SV) aufgegriffen und unterstützt und ist mittlerweile ein Projekt der Schule. Schüler informieren nicht nur eigene Klassen, sondern auch andere Schulen. Kontakte zu Fairtrade-Aktiven in Düsseldorf wurden aufgenommen. Wir fragten in den Supermärkten nach Fairtrade-Waren. Promis werden um Unterstützung gebeten. Ob z.B. mit Radiosendungen, eigenen Doku-Filmen oder bei Facebook: Ziel ist es, möglichst viele Menschen auf die dunklen Seiten der Schokoladenproduktion hinzuweisen. Mit KiKA TV wurden zusammen Sendungen produziert und im Bundestag brachten wir unsere Gesetzesinitiative ein: Mit einem Schoko-TÜV hoffen wir die Kinderrechte zu stärken. Wir wünschen uns: Die Schokoindustrie muss ihrer Lieferketten nachweisen und wenn deutsche Firmen im Ausland die Kinderrechte verletzen, muss man sie bestrafen können. Bisher kann man nur sagen: „Bitte hört mit der Kinderarbeit auf!“

Die Schokolobby ist aber noch zu stark. Das Gesetz wird noch nicht kommen. Es bleibt noch alles freiwillig. Der Bundestag setzt bisher nur auf mehr nachhaltige Schokowaren in den Supermärkten. Nach dem aber der Kakaoweltmarktpreis Anfang 2017 abstürzte, wird deutlich, dass die Bauern z.B. mit UTZ Certified Schulungen zwar mehr Kakaoernte anbieten können, nun aber dafür WENIGER Geld bekommen, weil der Weltmarktpreis einbrach. Wie will man so Kinderarbeit abschaffen?!

Eines ist uns klar geworden: Die meisten Menschen haben immer noch keine Ahnung, dass auch Kinderarbeit oder sogar Kindersklaverei bei der Schokoladenindustrie eine Rolle spielt. Wer das Wort Kinderschokolade hört, verbindet damit – dank der vielen Werbe-Millionen – nur ein niedliches Kindergesicht. Und den Kindern in Ländern wie z. B. der Elfenbeinküste hilft aufgrund der dortigen Korruption bzw. Bestechlichkeit der Polizei und Regierung eher niemand!

Mit dem AWO-Kinderschutzpreis 2011, dem Düsseldorfer Schulpreis oder als WDR Kinderrechtepreisträger 2012 und 2014 wird Schokofair immer wieder öffentlich unterstützt. Auch viele Promis konnten gewonnen werden. Aber es ist noch ein sehr weiter Weg, um die missbräuchliche Kinderarbeit abzuschaffen, es müssen noch viel mehr Menschen für die Kinder gewonnen werden. Deshalb ist Schokofair nun auch als Mitglied im Forum nachhaltiger Kakao eingetreten.

Die WDR-Kinderjury begründete die Wahl von uns sehr deutlich: Damit “es den Schokoherstellern nicht länger piepegal ist, ob Kinder durch ihr Profitstreben kaputt gehen”. Faire Schokolade bedeutet für uns, wenn die Kakaobauern ein existenzsicherndes Einkommen haben und alle Kinder endlich zur Schule gehen können.

kinderarbeit

Auf einer extra Projekt-Homepage könnt Ihr Euch über unsere Schokofair Aktionen umfassend informieren.

www.schokofair.de

Bei youtube haben wir einen eigenen Video-Channel:

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