Tag der offenen Tür 2017

Tage der offenen Tür fallen so wie jegliche Veranstaltungen im Dezember meist unter die Kategorie „alle Jahre wieder“. Nicht immer nur mit unendlicher Freude werden daher Weihnachtsvorbereitungen Jahr um Jahr zur Routine. Man könnte daher meinen, dass auch bei uns, nun im 5. Jahr, einige Dinge langsam zur Gewohnheit werden und man einen Haken hinter die Dinge macht, die zum wiederholten Male stattgefunden haben.

Weit gefehlt! Das einzige, was an unserer Schule zur Routine wird, ist die Überraschung, dass es jedes Mal noch schöner zu werden scheint. Wer am vergangenen Wochenende durch die im Umbau befindlichen Hallen unserer Schule striff, konnte feststellen, dass wir nicht nur in der Anzahl wachsen, sondern auch in unserer Vielfalt. Bis unter die Decke des vierstöckigen Hauses herrschte Leben, wurden Projekte vorgestellt, gequatscht und vor allem gelächelt. Wie es die Schulgemeinschaft schafft, auch in der stressigsten Jahreszeit einen dermaßen harmonischen Tag zu schaffen, ist manchmal einfach herzzerreißend schön.

Thematisch wurde wieder viel im sozialen Bereich gearbeitet. Natürlich, aber nicht selbstverständlich, bei SchokoFair, die sich im Kampf gegen Kinderarbeit momentan zusehends allein auf weiter Flur finden (zu der katastrophalen Entwicklung des Kakaopreises lesen Sie mehr auf SchokoFair). Auch das Thema Tierschutz und Müllentsorgung spielten große Rollen. Aus altem, benutzen Papier wurde neues, viel schöneres Papier hergestellt.  Aus alten T-Shirts wurden neue, unfassbar kreative Shirts und Kissen oder Teddies hergestellt, die in angesagten Vierteln modebewusster Großstädte wahrscheinlich Rekordpreise erzielen (und deren Umsätze anschließend gespendet) würden.

Aber auch Vorführunterricht wurde zusätzlich durch Lehrerinnen und Kinder (zeitgleich neben ihren eigentlichen Projekten!) vorbereitet, um Ihnen einen authentischen Blick in unsere alltägliche Arbeit zu geben und die Fachräume der Naturwissenschaften warteten mit hogwartswürdigen Experimenten auf.

Nicht zuletzt wurde für das eigene Wohl und Wohlgefühl gesorgt. In einem Projekt in Zusammenarbeit mit der Beauty Academy wurde auf Profilevel gestylt und rausgeputzt, andere stellten Pflegeprodukte auf Biobasis her und schulten sich selbst binnen weniger Tage zu Kosmetikberaterinnen.

Die Bilder zur Projektwoche so wie dieser Artikel können nur im Kleinen wiedergeben, was eigentlich alles geleistet wurde und welcher Elan und Freude hinter der Arbeit von Kindern und Erwachsenen steckt. Wir finden selbst, dass das für eine Schule im Aufbau immer noch nicht selbstverständlich ist und bedanken uns daher an dieser Stelle an alle Mitarbeiter und Kinder, so wie den tollen vielen Eltern, die uns an diesem Tag wieder so zahlreich unterstützt und besucht haben.