Schokofair – Fachkongress für Kinderrecht an der Düsseldorfer Hochschule

SchokoFair unterstützte den Fachkongress für Kinderrechte in der Düsseldorfer Hochschule am 4.9.2019.
Im Rahmen des Kinderrechtejahres gibt es viele Events bei uns in Düsseldorf, um das 30jährige Bestehen der UN-Kinderrechtekonvention zu feiern.
Auf unserer gut besuchten Präsentation erinnerten wir daran, dass massiv Kinderrechte im Kakaosektor vor allem Westafrikas verletzt werden. Über zwei Millionen Kinder müssen in Westafrika für unsere Schokolade schuften! Deshalb unterstützen wir die Kampagne des Bundesministers Dr. Gerd Müller „Stoppt Kinderarbeit!“.
Ähnlich unserer Schoko-TÜV-Initiative legte er zwei Gesetzesentwürfe vor: ein Sorgfaltspflichten- und ein Lieferkettengesetz. Sehr zum Ärger der Schokoindustrie. Immer noch tun viele Firmen so, als ob sie nicht wissen, von welchen Plantagen sie ihren Kakao beziehen. So könnte man sie auch nie zur Rechenschaft ziehen, wenn sie bei Kinderrechteverletzungen erwischt würden.
Dass man sie zur Rechenschaft ziehen kann, braucht jedoch Gesetze. Bisher kann man nur sagen: Bitte hört auf damit! Mehr nicht!!!
Immer noch leben die Kakaobauern in wirklich großer Armut. Der Kakaopreis ist in einem Neunjahrestief. Die Folge: Kinder müssen in den Kakaobauernfamilien ran und schuften, statt die Schule zu besuchen.
Die Schoko-Industrie setzt auf „freiwillige Selbstverpflichtung“. Vor allem auf Zertifizierer wie UTZ oder Rainforest, die aber die Bauern mit der Zahlung des viel zu niedrigen Welt-Kakaopreises (aktuell 2.029,46 US-$ am 4.9.19) nicht aus der Armut holen. Fairtrade hat aktuell 3.467 US-Dollar als existenzsichernden Preis pro Tonne Kakao berechnet. Leider zahlt Fairtrade dies noch nicht den eigenen Bauern.
Glücklichweise gibt es Firmen wie GEPA oder Tony´s Chocolonely, die freiwillig viel mehr zahlen :-)